SPD im Landkreis Bautzen

SPD Kreisvorstand: Wir verurteilen die unterbliebene Kommunikation bei der Schließung der Frauenklinik Bischofswerda

Pressemitteilung

Als Kreisvorstand der sozialdemokratischen Partei unseres Landkreises und als SPD-Ortsverein Bischofswerda verurteilen wir die völlig unterbliebene Kommunikation und die getroffene Entscheidung über die Schließung der Geburtenstation im Bischofswerdaer Krankenhaus. Solche Entscheidungen haben politische Dimension und sind zu diskutieren.

Hier wird ein Armutszeugnis für unsere Region ausgestellt, der ländliche Raum weiter ausgedünnt und die Strukturen im Landkreis weiter geschwächt. Nach dem vernichtenden Wahlergebnis der Bundestagswahl vor gerade einmal einem Monat wurde wiederholt nicht dazugelernt. Wieder gibt es einen Grund weniger für junge angehende Familien sich hier in unserer Region niederzulassen: Eine Entbindung in Bischofswerda wird nicht mehr möglich sein, Kamenz und Bautzen können den Mehraufwand nicht abfangen.
 

Wem aber ist ein Vorwurf zu machen?

Hier sehen wir vor allem den Bund, das Land und den Medizinischen Dienst der Krankenkassen, die die medizinische Versorgung, die Krankenkassen selbst nicht auskömmlich finanzieren, zu wenig für ausreichend qualifiziertes Personal sorgen und somit letztendlich die Klinik zu solchen drastischen Maßnahmen zwingen.

Dem Geschäftsführer, Herrn Rogowski, sowie der Klinikleitung sind hier keine Vorwürfe zu machen.

Die SPD kämpft für stärkere Strukturen im ländlichen Raum, besonders im Bereich der Bildung und des Gesundheitswesens. Die Entscheidung zur Schließung der Geburtenstation in Bischofswerda ist für uns nicht einfach hinnehmbar! „Gesundheit und Wohlsein ist besser als Geld und ein kräftiger Leib besser als unermessliches Gut.“, steht schon in der Bibel geschrieben. Dass man Gesundheit mit Geld nicht kaufen kann, sollte uns allen bewusst sein.

Die Wirtschaftlichkeit allein darf keine Grundlage für die Arbeit einer gemeinnützigen Gesundheitseinrichtung sein!

Wir fordern die Landesregierung Sachsen auf endlich intensivere Bemühungen in den ländlichen Raum zu investieren und sich auch zur Bundesebene hin für die ländlichen Regionen stark zu machen.

Bautzen, den 27. 10. 2017

Kevin Stanulla

Kreisvorsitzender der SPD im Kreis Bautzen

 
 

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